Work and Meet
Ein Arbeitsplatz im Maßstab 1:1, gebaut aus Stampflehm, Lehm und Stroh.
Work and Meet lief in der zweiten Hälfte des Sommersemesters 2026, nach Roof 2100, und hat die Erkenntnisse aus Roof 2100 und den früheren Act-of-Building-Projekten in die Praxis gebracht. Studierendenteams haben im Reallabor der TU Wien eine Küche, einen Bereich zum Arbeiten und Treffen und einen Bereich zum Lesen und Ausruhen entworfen und gebaut. Die Eingriffe machen den Raum deutlich einladender und praktischer, und sie verbessern den Komfort für jede Lehrveranstaltung, die ihn nach uns nutzt. Theorie an einem echten Projekt anzuwenden war herausfordernd, aber der Prozess hat wirklich Spaß gemacht und sich gelohnt, und alle Beteiligten können auf das Ergebnis stolz sein.

Unser Teil der Halle ist 2,66 Meter breit, 80 Zentimeter tief und 3,15 Meter hoch. Die Bank ist aus Stampflehm. Der Sockel wurde vor Ort in eine eigens gebaute Schalung gestampft, die Sitzmodule wurden vorgefertigt, grob gestampft, in ihre endgültige Form geschliffen und mit Leinöl geölt. Die beweglichen Möbel lassen sich ineinander stapeln und verschwinden ganz in der Bank. Darüber tragen gebogene Paneele aus Japanischem Staudenknöterich und Lehm die eingebaute Beleuchtung, und ein montierter Beamer projiziert auf die gegenüberliegende Wand, Lichtschalter und HDMI-Leitung sind in den Bau integriert. Die Wand dahinter ist mit Lehm, Sand und Ziegelmehl verputzt, und Sessel und Tisch sind aus dem Schalungsholz gebaut, das gerade erst von der Bank gekommen war.





Danke an Thomas Amann, der dieses Projekt initiiert und begleitet hat, an Bregt Hoppenbrouwers, Henri Uijtterhagen und Laurens Bekemans von BC architects für ihre Anregungen und ihre Kritik, und an Wienerberger und Wiener Linien für die Unterstützung der Forschung. Alle Fotos von Paul Sebesta.
The Act of Building, BC architects ↗ Reallabor Open House, TU Wien ↗ Act of Building, Practicing Transformation · Gebäudelehre TU Wien ↗