Roof 2100
Ein Dachgeschoß im Gemeindebau, neu gedacht für das Klima, mit dem seine Bewohner 2100 leben werden.
Bis 2100 wird Wien mit höheren Durchschnittstemperaturen, längeren Hitzewellen und mehr Tropennächten leben, in denen Gebäude passiv nicht mehr abkühlen können. In dichten Strukturen wie dem Gemeindebau führt das zu starker Überhitzung, vor allem in den oberen Geschoßen und Dachzonen, die direkter Sonne ausgesetzt sind. Gleichzeitig belastet extremeres und unberechenbareres Wetter die Gebäude zusätzlich, mit Starkregen, Trockenperioden und instabilen Übergangszeiten.
Daraus entstehen für die Architektur mehrere Aufgaben, die sich überlagern. Der Wärmeeintrag muss sinken und passive Kühlung möglich werden, weil mechanische Klimatisierung im sozialen Wohnbau in großem Maßstab weder nachhaltig noch leistbar ist. Gebäude müssen auch auf den Wechsel der Jahreszeiten reagieren, denn Winter brauchen, auch wenn sie milder werden, weiterhin Wärmespeicherung und Schutz vor Kälte und Feuchtigkeit. Gefragt sind Systeme, die sich über die Zeit anpassen, statt in einem Zustand festzustecken.










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Danke an Thomas Amann, der dieses Projekt initiiert und begleitet hat, an Bregt Hoppenbrouwers, Henri Uijtterhagen und Laurens Bekemans von BC architects für ihre Anregungen und ihre Kritik, und an Wienerberger und Wiener Linien für die Unterstützung der Forschung.
The Act of Building, BC architects ↗ Act of Building, Practicing Transformation · Gebäudelehre TU Wien ↗